Besuch²

Uwe am April 6, 2008

So, dann wollen wir mal wieder. Nach etwas längerer Blog-Abstinenz habe ich endlich wieder einmal Zeit gefunden, mich an mein liebstes Elektronikgerät zu setzen und ein paar Zeilen zu verfassen. Bitte erwartet kein Feuerwerk, Informationsweitergabe geht vor Wortwitz.

Letzte Woche Samstag kamen meine Eltern mich besuchen. Ich habe sie standesgemäß vom Flughafen abgeholt, ihnen damit die Chance genommen, ihre pantomimischen Künste bei einem potentiellen Fahrkartenkauf beim französischen Busfahrer unter Beweis zu stellen. Ich hielt es aber für das bessere erst einmal ganz konventionell unsere Eltern-Sohn-Beziehung auf freundlich gesinnter Eben zu halten :) In den drei Tagen, die uns zur Verfügung standen, haben wir schon einiges unternommen: Kaffee trinken im Sonnenschein, Zoobesuch, Kaffe trinken, Schaufensterbummel, und wieder Koffeinsucht stillen. Einmal durften sie sich sogar ein Bild meiner neu erworbenen kulinarischen Künste machen! Die Zeit war viel zu schnell rum, am letzten Tag gabs dann noch einen gemeinsamen Ausflug mit dem Rad zum Strand, wo sich meine wohl vom offensichtlich nicht ganz so sonnigen Deutschlandwetter geplagten Eltern direkt einen mittelschweren Sonnenbrand eingefangen haben, ein Schicksal, das auch meinem Bruder und seiner Freundin eine gute Woche später ereilen sollte.

Am Tag der Abreise, habe ich meine Eltern zum Flughafen gebracht und dort keine 30 Minuten später auch gleich meinen Bruder und seine Freundin, Anne, abgefangen. Schneller noch als Ryanair seine Flugzeuge neu betankt und für die nächsten Passagiere sauber macht, habe ich in meinem Zimmer Ordnung gemacht. Henry und Anne konnten also ihre Suite in einwandfreiem Zustand beziehen :) Die beiden haben mir durch ihre Naivität etwas Arbeit abgenommen, soll heißen, dass sie allein zum Strand sind (nach meiner 1A-Wegbeschreibung auf kariertem Papier) und nicht nur ganz allein wieder nach Montpellier zurückgefunden und die Leihfahrräder abgegeben haben, sondern auch einen krassen Sonnenbrand von der Mittagsonne am Strand mitgebracht haben :) Nun ja, ich glaube, dass der so ein gesunder Rot-Ton Pflichtsouvenir eines jeden Montpellier-Besuchers sein sollte.

Auch die beiden haben den hiesigen Zoo gesehen, eine echt geniale Tanzveranstaltung in einem Theater-Klub erlebt und bei einem gemütlichen Abend in bunter Runde ein wenig Erasmus-Gefühl schnuppern können (eingeladen waren die Amis, Polen, Italiener, Rumänien und natürlich mein Mitbewohner Fayssal und dessen Freundin Sylvie). Anne und ich konnten meinen Bruder zwar nicht dazu überreden, sich hier ein Hemd zu kaufen - es gab zwei zum Vorzugspreis, ich hätte auch eins genommen - stattdessen ging er dann aber mit einem neuen paar FlipFlops wieder nach Hause :) Ich denke meinem Besuch hat es hier richtig gut gefallen, und auch wenn ich mich ein wenig einschränken musste, so war es genial, dass die Vier hier waren!

Nächste Woche ist nochmal Uni, danach stehen dann zwei Wochen Ferien an, in denen ich mit Romina und drei Amerikanerinnen erst nach Amsterdam, dann Brüssel und anschließend Porto fahren werde. Die Tickets sind gebucht - auf gehts!! Ich freu mich.

Versprechen kann ich zwar nichts, aber ich versuche den nächsten Blogeintrag zeitlich so nah wie möglich zu setzen.

Bis dahin, liebe Grüße an euch alle!

Nur Zeit für Musik

Uwe am März 31, 2008

Leute, ich bin total désolé, aber ich habe gerade nicht viel Zeit.

Deshalb nur eine klitzekleine Veränderung in der Musikabteilung. Ich hoffe euch gefällts trotzdem.

Bis sehr bald, und liebe Grüße an alle!

Être au bout du tunnel

Uwe am März 11, 2008

“Am Ende des Tunnels” also “übern Berg sein” - das habe ich diese Woche mit einem schnöden Vortrag in unserem Tandemkurs geschafft, denn nun stehen außer der Klausuren am Semesterende keiner weiteren Arbeiten mehr aus. Fein, so lobt man sich Erasmus. Das Referat lief ganz ok, die Dozentin, die sonst eher etwas seltsam und unsympatisch ist, fand es ganz gelungen - manchmal geschehen eben noch kleine Wunder.

Habe es diese Woche geschafft <!–more–>meinen ersten französischen Fußgänger mit dem Fahrrad übern Haufen zu fahren. Männliches Exemplar, rauchend und wie gewohnt unumsichtig. Man braucht keine Mathematik zu studieren, um sich ausmalen zu können, dass bei normaler Fahrgeschwindigkeit zwei Meter zur Verfügung stehender Bremsweg nicht ausreichen, um eine Kollision zu vermeiden. Der Typ machte ohne jedwede Andeutung (geschweige denn Blick in die Gegenrichtung) einen Schritt auf den Fahrradweg, um anschließend in selber Manier die Straße zu überqueren. Ich meine: er hat es verdient. Es ist aber auch nichts weiter passiert, außer dass ein Franzose mehr nun endlich gelernt haben sollte, dass man sich vorher umschaut, bevor man den rot gepflasterten Teil des Gehwegs betritt. Konditioniertes Lernen zum Anfassen :)

Ansonsten habe ich mit meinen latein- und anglo-amerikanischen Freunde zusammen bereits die nächsten Ausflüge nach Amsterdam und Brüssel geplant. Die günstigste Variante zu reisen, so stellte es sich heraus, ist ein Mietwagen. Und quelle surprise: in Europa sind die Dinger ja weitgehend mit manueller Schaltung, so dass also “the German” (was ich bin) das Auto fahren werden darf. Haha, typisch Amerikaner :)

Ansonsten war ich vergangene Woche eher faul bzw. hab mich auf mein Seelenheil konzentriert, denn inneres Gleichgewicht ist wichtig. Bei anfänglichem Sonnenschein wurder der Frisbee ausgepackt oder shoppen und Kaffee trinken gegangen. Zum Ende der Woche wurde das Wetter dann wieder eher deutsch - was mich zum Lernen bei mittlerem Anstrengungsgrad veranlasste. Puhh, aber gut, muss auch sein.

Nebenbei fällt mein Blick immer mal wieder auf den Kalender, da in nicht ganz 3 Wochen meine Eltern und danach mein Bruder zu Besuch kommen werden. Bin gespannt wie das laufen wird, ich denke positiv - denn in so einer schönen Stadt und bei so einem lieben Kerl wie mir (*hüstel*), steht einer Handvoll tollen Tagen nichts mehr im Wege, stimmts?

Belgien im Schnelldurchlauf

Uwe am März 1, 2008

Nach längerer Zeit der Blog-Abstinenz nun mal wieder ein Beitrag. Am Donnerstag vergangener Woche bin ich mit dem TGV nach Lille hochgedüst, um Matze zu besuchen und unseren geplanten Ausflug nach Belgien zu unternehmen. Für die ganze Aktion war ich “gezwungen” drei Tage von der Uni freizunehmen, da die ursprünglichen Ferien dieses Semesters auf Grund der Streiks gestrichen worden waren, ich jedoch bereits die Zugtickets gekauft hatte und nicht umtauschen konnte. Nun gut, wir dürfen nicht vergessen, dass ich Erasmus-Student hier bin, stimmts? ;-)

Unsere Reiseziele in Belgien waren weiterlesen »

Mangelware Zeit

Uwe am Februar 21, 2008

Hallo an alle,

tut mir leid, dass ich mich in letzter Zeit nicht gemeldet habe, aber das lag daran, dass Karo und das Tinchen aus Dresden mich besuchen waren und meinen Laptop des öfteren in Beschlag genommen haben. Beiträge schreiben war da also so gut wie unmöglich, gerade mal zum Emails Abholen hat es gereicht.

Ich muss jetzt schon Schluss machen, da ich in gut einer Stunde für 7 Tage nach Lille und Belgien fahren werde. Alles ist noch nicht gepackt und Ordnung muss ich auch noch machen in meinem Zimmer, da mein Besuch Frauen waren (Ha!).

Ich verpreche jedoch, mich nächsten Donnerstag/Freitag wieder zu melden und evtl. auch einige Bilder von mir und Matze aus Nordfrankreich und Belgien zu liefern.

Bis dahin seid alle lieb gegrüßt!

Euer Uwe

Es wird wieder warm…

Uwe am Februar 9, 2008

Diese Woche hat die Uni wieder angefangen. “Wieder” ist vielleicht das falsche Wort, da zwischen den beiden Semestern ja nur ein Wochenende “Ferien” lag. Aber gut, ich habe mich also mit meinem sorgsam aufgestellten Stundenplan auf den Campus begeben und musste im Laufe der Woche feststellen, dass ich den ganzen Plan nochmal neu ausarbeiten darf, da es weiterlesen »

Wintergefühle

Uwe am Februar 3, 2008

Eine tolle Woche ist rum. An der Fakultät war Klausurenwoche, also hatte ich keine Vorlesungen und konnte faulenzen bis zum Abwinken. Habe mich deshalb wieder entspannt auf dem Balkon meiner derzeitigen Literatur widmen können (”Le Pacte des Loups” - “American Psycho” auf Französisch war aber auch nicht schlecht) und dabei die Sonne genießen. Leider musste ich zwei der sonnigen Tage mit Lernen für die letzte anstehende weiterlesen »

Was Musikalisches

Uwe am Januar 30, 2008

Musikalische Kleinode oder einfach nur Radiomusik hier aus Frankreich - erreichbar über “Musique” (rechts oben auf der Seite)

Viel Spaß damit!

Klausura obscura

Uwe am Januar 27, 2008

Vor dem heutigen Beitrag möchte ich voller Stolz darauf verweisen, dass ich nun endlich herausgefunden habe wie man die Beiträge “kürzen” bzw. zum vollständigen Beitrag verlinken kann. So sieht das ganze ein wenig übersichtlicher aus und die Seite ist nicht mehr so endlos lang. Soviel zu html.

Zurück nach Monti, wo die vergangene Woche Klausuren waren, aber so richtig. Gut, eigentlich hatte ich nun nicht sooo viel zu lernen, aber schließlich muss man sich bei dem schönen Wetter erstmal dazu überwinden. Es strahlt die Sonne, man schwitzt auf dem Fahrrad, die Parks sind nachmittags wieder voller Menschen, die Cafés sind gut besucht (wie immer). Bevor ich mich jedoch in diese relative Periode des “Stresses” anfang letzter Woche begeben habe,
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Französische Rätsel

Uwe am Januar 18, 2008

*polemischer Text - bitte nicht zu ernst nehmen* *texte polémique - ne pas à prendre au sérieux*

Hmm, er kippelt schon wieder - der Tisch an dem ich gleich meine Klausur im Übersetzen schreiben soll. War ja klar. Und während ich mich im Stillen frage wieviel Hektor Regenwald ich bereits unter den Tischbeinen französischer Schulbänke verteilt habe, lobe ich meine relative Ausdauer und Geduld, die ich solchen Dingen mittlerweile entgegenzubringen im Stande bin. Dabei sind es nicht nur schwankende Tische, die man als versteckte Krankheit Südfrankreichs zu erkennen glaubt, sondern auch viele kleine andere alltäglich Dinge, die in einem entweder stille Verzweiflung oder gar schiere Fassungslosigkeit hervorrufen. Dazu zählt eine gewisse Rücksichtslosigkeit, die in manchen Situation direkt gefährliche Folgen nach sich ziehen kann.

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