“Am Ende des Tunnels” also “übern Berg sein” - das habe ich diese Woche mit einem schnöden Vortrag in unserem Tandemkurs geschafft, denn nun stehen außer der Klausuren am Semesterende keiner weiteren Arbeiten mehr aus. Fein, so lobt man sich Erasmus. Das Referat lief ganz ok, die Dozentin, die sonst eher etwas seltsam und unsympatisch ist, fand es ganz gelungen - manchmal geschehen eben noch kleine Wunder.
Habe es diese Woche geschafft <!–more–>meinen ersten französischen Fußgänger mit dem Fahrrad übern Haufen zu fahren. Männliches Exemplar, rauchend und wie gewohnt unumsichtig. Man braucht keine Mathematik zu studieren, um sich ausmalen zu können, dass bei normaler Fahrgeschwindigkeit zwei Meter zur Verfügung stehender Bremsweg nicht ausreichen, um eine Kollision zu vermeiden. Der Typ machte ohne jedwede Andeutung (geschweige denn Blick in die Gegenrichtung) einen Schritt auf den Fahrradweg, um anschließend in selber Manier die Straße zu überqueren. Ich meine: er hat es verdient. Es ist aber auch nichts weiter passiert, außer dass ein Franzose mehr nun endlich gelernt haben sollte, dass man sich vorher umschaut, bevor man den rot gepflasterten Teil des Gehwegs betritt. Konditioniertes Lernen zum Anfassen
Ansonsten habe ich mit meinen latein- und anglo-amerikanischen Freunde zusammen bereits die nächsten Ausflüge nach Amsterdam und Brüssel geplant. Die günstigste Variante zu reisen, so stellte es sich heraus, ist ein Mietwagen. Und quelle surprise: in Europa sind die Dinger ja weitgehend mit manueller Schaltung, so dass also “the German” (was ich bin) das Auto fahren werden darf. Haha, typisch Amerikaner
Ansonsten war ich vergangene Woche eher faul bzw. hab mich auf mein Seelenheil konzentriert, denn inneres Gleichgewicht ist wichtig. Bei anfänglichem Sonnenschein wurder der Frisbee ausgepackt oder shoppen und Kaffee trinken gegangen. Zum Ende der Woche wurde das Wetter dann wieder eher deutsch - was mich zum Lernen bei mittlerem Anstrengungsgrad veranlasste. Puhh, aber gut, muss auch sein.
Nebenbei fällt mein Blick immer mal wieder auf den Kalender, da in nicht ganz 3 Wochen meine Eltern und danach mein Bruder zu Besuch kommen werden. Bin gespannt wie das laufen wird, ich denke positiv - denn in so einer schönen Stadt und bei so einem lieben Kerl wie mir (*hüstel*), steht einer Handvoll tollen Tagen nichts mehr im Wege, stimmts?