So, dann wollen wir mal wieder. Nach etwas längerer Blog-Abstinenz habe ich endlich wieder einmal Zeit gefunden, mich an mein liebstes Elektronikgerät zu setzen und ein paar Zeilen zu verfassen. Bitte erwartet kein Feuerwerk, Informationsweitergabe geht vor Wortwitz.
Letzte Woche Samstag kamen meine Eltern mich besuchen. Ich habe sie standesgemäß vom Flughafen abgeholt, ihnen damit die Chance genommen, ihre pantomimischen Künste bei einem potentiellen Fahrkartenkauf beim französischen Busfahrer unter Beweis zu stellen. Ich hielt es aber für das bessere erst einmal ganz konventionell unsere Eltern-Sohn-Beziehung auf freundlich gesinnter Eben zu halten
In den drei Tagen, die uns zur Verfügung standen, haben wir schon einiges unternommen: Kaffee trinken im Sonnenschein, Zoobesuch, Kaffe trinken, Schaufensterbummel, und wieder Koffeinsucht stillen. Einmal durften sie sich sogar ein Bild meiner neu erworbenen kulinarischen Künste machen! Die Zeit war viel zu schnell rum, am letzten Tag gabs dann noch einen gemeinsamen Ausflug mit dem Rad zum Strand, wo sich meine wohl vom offensichtlich nicht ganz so sonnigen Deutschlandwetter geplagten Eltern direkt einen mittelschweren Sonnenbrand eingefangen haben, ein Schicksal, das auch meinem Bruder und seiner Freundin eine gute Woche später ereilen sollte.
Am Tag der Abreise, habe ich meine Eltern zum Flughafen gebracht und dort keine 30 Minuten später auch gleich meinen Bruder und seine Freundin, Anne, abgefangen. Schneller noch als Ryanair seine Flugzeuge neu betankt und für die nächsten Passagiere sauber macht, habe ich in meinem Zimmer Ordnung gemacht. Henry und Anne konnten also ihre Suite in einwandfreiem Zustand beziehen
Die beiden haben mir durch ihre Naivität etwas Arbeit abgenommen, soll heißen, dass sie allein zum Strand sind (nach meiner 1A-Wegbeschreibung auf kariertem Papier) und nicht nur ganz allein wieder nach Montpellier zurückgefunden und die Leihfahrräder abgegeben haben, sondern auch einen krassen Sonnenbrand von der Mittagsonne am Strand mitgebracht haben
Nun ja, ich glaube, dass der so ein gesunder Rot-Ton Pflichtsouvenir eines jeden Montpellier-Besuchers sein sollte.
Auch die beiden haben den hiesigen Zoo gesehen, eine echt geniale Tanzveranstaltung in einem Theater-Klub erlebt und bei einem gemütlichen Abend in bunter Runde ein wenig Erasmus-Gefühl schnuppern können (eingeladen waren die Amis, Polen, Italiener, Rumänien und natürlich mein Mitbewohner Fayssal und dessen Freundin Sylvie). Anne und ich konnten meinen Bruder zwar nicht dazu überreden, sich hier ein Hemd zu kaufen - es gab zwei zum Vorzugspreis, ich hätte auch eins genommen - stattdessen ging er dann aber mit einem neuen paar FlipFlops wieder nach Hause
Ich denke meinem Besuch hat es hier richtig gut gefallen, und auch wenn ich mich ein wenig einschränken musste, so war es genial, dass die Vier hier waren!
Nächste Woche ist nochmal Uni, danach stehen dann zwei Wochen Ferien an, in denen ich mit Romina und drei Amerikanerinnen erst nach Amsterdam, dann Brüssel und anschließend Porto fahren werde. Die Tickets sind gebucht - auf gehts!! Ich freu mich.
Versprechen kann ich zwar nichts, aber ich versuche den nächsten Blogeintrag zeitlich so nah wie möglich zu setzen.
Bis dahin, liebe Grüße an euch alle!